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Musik

Kim Wilde: Das Interview PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: DD on Freitag, 03. September 2010 um 00:00   

 

Kim WildeVON DER POP-PRINZESSIN ZUM ROCK CHICK

 

Die Pop-Ikone der 80er wagt ein Comeback mit dem neuen Album „Come Out And Play“. Gegenüber Queer.ch erzählte Kim Wilde, weshalb das neue Album so toll ist, warum Nena ihre Inspiration ist und wie das Schweizer Publikum der Sängerin neuen Mut gab.

 

Queer.ch: Kim Wilde, dein neues Album „Come Out And Play“ ist raus und jeder spricht von einem Comeback, wie stehst du dazu? Wirklich „weg“ warst du nie.

Kim Wilde: Um ehrlich zu sein, es fühlt sich schon wie ein Comeback an. Es ist interessant und wohl von Land zu Land verschieden. Beispielsweise in Deutschland war ich immer wieder in den Charts. Im letzten Jahr hatte ich auch einen Hit in Schweden, der Song kam aber nie über die Landesgrenze hinaus.

 

Deine Plattenfirma spricht vom neuen Album als dein bestes seit 20 Jahren…

„Come out and play“ ist für mich wirklich ein Album, welches sich nach einem „Ganzen“ anfühlt. Die Songs darauf gehören zusammen und dies macht mich sehr glücklich.

  

Die Musik erinnert an deine frühen Hits, war das Teil des Konzepts?

Das Album hat in der Tat mehr Leidenschaft und Haltung als meine letzten Alben. Ich bin sehr stolz darauf.

 

Und noch immer ist es ein Familienprojekt. Dein Bruder Rick Wilde fungierte wiederum als Produzent.

Ricky und ich waren schon immer musikalisch auf gleicher Augenhöhe. In letzter Zeit haben wir jedoch nicht mehr zusammen gearbeitet. Mein letztes Album wurde zudem von Nena‘s Produzenten Uwe Fahrenkrog-Petersen produziert. Es wurde Zeit, wieder etwas familiäres zu machen. Und es war aufregend, wieder mit meinem Bruder im Studio zu sein.

 

Stichwort Nena: in vielerlei Hinsicht ähneln eure Karrieren einander sehr. Besteht schon seit den 80ern eine Freundschaft?

Wir sind uns früher immer wieder in deutschen TV-Shows begegnet, später dann leider nicht mehr. Als ich dann von Nena angefragt wurde, den Song „Anyplace, Anywhere, Anytime“ neu zu performen, war das wie ein Aufeinandertreffen zweier alter Freunde. Nena ist eine echte „foxy Lady“, sie überwältigt mich jedesmal mit ihrem Selbstvertrauen und ist eine Inspiration für mich!

 

Eine andere Pop-Ikone hat deinen Weg in den 80ern gekreuzt: Michael Jackson.

Ja, 1988 waren wir gemeinsam auf Tour, ich war sein Supporting-Act. Gerade hatte ich einen Nummer 1 Hit in den Staaten, auch Michael Jacksons „Bad“ dominierte die Charts. Etwa 30 Shows konnte ich mit ihm bestreiten, eine intensive und erfolgreiche Zeit. Aber auch ein riesiger Zirkus, mit dem wir unterwegs waren. Rückklickend betrachtet war ich auch ein wenig in Michael Jackson verknallt (lächelt) – jeder war damals in ihn verknallt.

 

Und viele Michael Jackson-Fans waren verknallt in dich, jedenfalls beim Konzert in Basel…

Basel war grossartig, ich erinner mich ganz genau! Das Publikum war erstaunlich. Einige der Leute aus dem Stab Jacksons waren sehr arrogant, sahen mich damals eher als kleines Anhängsel der Tour, nicht als eigenständiger Akt. Für mich war das hart. Aber als ich dann in Basel auf die Bühne trat, waren diese Gefühle verflogen, das Publikum flippte völlig aus! Da fühlte ich mich wieder wertvoll, als auch respektiert.

 

Neben der Musik hast du eine weitere Leidenschaft: Die Gartenarbeit. Du hast entsprechende Shows moderiert. Wie kam es dazu?

Ende der 90er zog ich mich vom Musikbusiness zurück - und ich hatte auch keinen Plattenvertrag mehr, war sozusagen arbeitslos. Die Karriere lief nicht mehr und mir fehlte nach 16 Jahren einfach die Energie. Ausserdem war da mein Ehemann, zudem war ich schwanger, also wollte ich einen schönen Garten anlegen. Ich besuchte einen entsprechenden Kurs und eins führte zum anderen. Die Leidenschaft zur Musik konnte ich auch im Garten ausleben. Das ist auch heute noch der Fall, mich findet man zuhause immer im Garten.

 

Du hast viele schwule Fans, welche dir auch in erfolglosen Zeiten treu waren. Fühlst du dich manchmal als „Gay-Ikone“?

Mir wurde das schon öfter gesagt, aber ich denke nicht wirklich darüber nach. Es ist aber eine tolle Sache – und nur schon eine Ikone zu sein ist doch genial (lacht)!

 

Um zurück auf dein neues Album „Come out and play“ zu kommen – du singst darauf mit einer anderen Ikone der 80er: Nik Kershaw!

.. und mit Glenn Gregory von Heaven 17! Wunderbar, nicht? Diese beiden Künstler stammen aus der gleichen Epoche und ich bewundere sie sehr. In den letzten Jahren liefen wir uns immer wieder bei diesen 80er Shows über den Weg. Es ist toll, diese beiden einzigartigen Stimmen auf dem Album zu hören.

 

Vermisst du die guten, alten 80er?

Nein, so war ich nie. Mit meinem neuen Album wollte ich frisch sein, den ganzen Retro-Sound von damals gibt es ja bereits. Natürlich hatten die 80er einen grossen Einfluss auf meine Karriere, ich liebe diesen Sound noch immer, aber ich werde nie eine Person sein, die den 80ern nachtrauert. Geniale neue Musik wird da draussen gespielt, man muss nur hinhören.

 

Wirst du wieder auf Tour gehen?

Ja, im Februar 2011 starte ich die „Come Out And Play“- Live Tour. Ich habe eine grossartige Band mit dabei, wir werden die Bühne rocken! Ich avanciere derzeit von der einstigen Pop-Prinzessin zu einem richtigem “Rock Chick“! Heute konzentriert sich die Musik sowieso immer mehr auf Konzerte. Anders als in den 80ern. Das war das Zeitalter der Video-Clips, nun hat sich das alles verändert. Die Leute wollen wieder die Künstler sehen, sie fühlen. Ich finde das fantastisch.

 

Siehst du Parallelen zwischen dir und den heutigen Pop-Prinzessinnen wie Lady Gaga?

Ich werde bald 50 und bin nun seit 30 Jahren im Geschäft. Automatisch werde ich schon wegen meiner Vergangenheit mit ihnen verglichen. Mir selbst ist das egal, ich tu mein Ding. Und ich war nie eine Stil-Ikone wie etwa Madonna oder Kylie - das sieht doch sehr nach viel Arbeit an, nicht?

 

Und du scheinst noch immer sehr bodenständig. Was ist dein Geheimnis? 

Ich kann verstehen, weshalb einige Leute durch den Erfolg abheben, sie schützen sich auf diese Art und Weise. Sie setzen Grenzen, so wie etwa Michael Jackson. Ich selbst musste das gottseidank nie. Aber natürlich gibt es auch einfach nur arrogante Personen – und ich habe speziell als Gartenarchitektin viele von diesen Personen getroffen (lacht)!

 

Kim Wilde, besten Dank für das Gespräch!

 

www.kimwilde.com

 

 
Eine Nacht mit Barbra Streisand PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: DD on Donnerstag, 29. April 2010 um 00:00   

 

One Night OnlyZur Veröffentlichung von Barbra Streisands letztem Album "Love Is The Answer" fand im legendären New Yorker Village Vanguard Club vor ausgesuchtem Publikum (u.a. Ex-Präsident Bill Clinton, US-Aussenministerin Hillary Clinton und Schauspielerin Sarah Jessica Parker) ein intimes Konzert statt, bei dem Barbra Streisand neben einigen Songs aus dem Album auch einige ihrer früheren Hits performte. Dieses exklusive Konzert liegt nun als DVD/CD, als DVD und als Blu-Ray vor.


Laut eigener Aussage leidet Barbra Streisand unter enormem Lampenfieber, trotzdem zieht es die Diva immer wieder auf die Bühne zurück. Kunststück, für Millionengagen lässt es sich gerne mit der Nervosität leben. Gagen, welche berechtigt sind. Als die Streisand im September ihr Album „Love Is The Answer“ veröffentlichte, erklomm sie die Spitze der US Charts und verkaufte mehr CDs als etwa Mariah Carey, die zum selben Datum ein Album veröffentlichte.


Zur Lancierung von „Love Is The Answer“ lud die Streisand zu einem exklusiven Konzert vor etwas mehr als hundert Fans, welche ihr Ticket via Wettbewerb gewannen, als auch einigen VIPs, vornehmlich aus dem demokratischen Amerika (Barbra Streisand ist überzeugte Demokratin). So erfreute sie auch die Clintons, welche sie immer schon fanatisch unterstützte.


„One Night Only“, so der Titel des Konzerts, führt Barbra Streisand zurück zum Cabaret. Die Songs dabei sind ausgesuchte Klassiker: „Here’s To Life“, „If You Go Away (Ne Me Quitte Pas)“ oder auch „Evergreen“. Schliesslich verfügt auch die Streisand über eigene „Klassiker“.


Das Konzert darf schon jetzt als legendär bezeichnet werden und ist nun auch für die weiteren tausenden von Fans „zugänglich“. Mit „One Night Only - Barbra Streisand and Quartet at the Village Vanguard - September 26, 2009“ veröffentlicht Sony Music eine DVD/CD, sowie DVD und Blu-Ray, welche das ganze Spektakel in bester Qualität zeigen. Und von eingangs erwähntem Lampenfieber der Streisand ist natürlich nichts zu spüren.

 

Wir verlosen drei DVD/CDs von Barbra Streisands legendärem Konzert. Schreib uns einfach eine E-Mail an  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. und erzähle uns, wie sehr du Barbra Streisand magst. Mit etwas Glück ist die DVD/CD bald bei dir zuhause!

 

Webseite von Barbra Streisand

 

(Quelle: Sony Music)

 
Jennifer Rush: Ein Weltstar ist zurück! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: DD on Donnerstag, 04. März 2010 um 00:00   

 

Jennifer RushEine Pop-Ikone der 80er will es nochmals wissen: Jennifer Rush startet mit neuem Album Now is the Hour ihr langersehntes Comaback


Wie jüngst Sandra oder Kim Wilde versucht nun also auch Jennifer Rush an die alten Erfolge anzuknüpfen. Und diese waren bombastisch, zu erwähnen sind Hits wie The Power of Love oder I come undone. Gegen Ende der 80er liessen jedoch die Plattenverkäufe nach, tapfer veröffentlichte Jennifer Rush noch einige Alben, welche künstlerisch wertvoll waren, aber kommerziell ein Flop. Dann wurde es still um Jennifer Rush (wenn sie nicht gerade an irgendwelchen Zürcher-Anlässen als Stargast auftrat).

 

Seit nunmehr über zehn Jahren warten die Fans sehnsüchtig auf neues Material ihrer Ikone. Jetzt endlich, über zwölf Jahre nach Credo, dem letzten Studioalbum mit komplett neuem Material, kommt Heidi Stern, so ihr richtiger Name zurück. Now Is The Hour heißt ihr wunderbar passend betiteltes Comeback-Album, das ab dem 5. März  zu haben ist. Jennifer Rush klingt 2010 besser denn je, hat nichts von ihrer Stimmgewalt, ihrem Charisma und ihrem Ausdruck verloren und begeisterte bereits während der Aufnahmen im Tonstudio das gesamte Team.

 

Für die Produktion der 15 handverlesenen Songs aus der Feder namhafter Songwriter wie Jörgen Elofsson (Leona Lewis, Westlife, Celine Dion), UK Singer/Songwriter Natasha Bedingfield, Sharon Vaughn (Trisha Yearwood, Agnes Carlsson) oder Alex James (Alexandra Burke, Backstreet Boys) zeichnet das Berliner Producer-Team Valicon (Silbermond, Thomas Godoj) verantwortlich. Das Album ist gespickt mit großen Balladen, eingängigem Feel-Good-Pop und zur großen Überraschung auch modernen dance-orientierten Uptempo-Tracks.

 

Es besteht kein Zweifel daran, dass Jennifer Rush mit ihrem neuen Album nahtlos an alte Erfolge anknüpfen wird. Die hohen Erwartungen erfüllt sie spielend, der Sound klingt maßgeschneidert und frisch, die Songs sind wundervoll und die Stimme - Ja, man merkt spätestens jetzt, wie sehr sie in den letzten Jahren im Musikgeschäft gefehlt hat: DIE Stimme! Jennifer Rush ist wieder da - und man kann nicht anders, als sich darüber zu freuen.

 

www.jennifer-rush.com

Text: Sony Music / DD

 
Martha Wainwright PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: René Gerber on Montag, 01. März 2010 um 16:58   


Sans fusils ni souliers
147cm klein war Edith Piaf, und doch überflügelte der Spatz von Paris in einem bewegten Leben alle.  Es braucht Mut, ihre persönlichen Lieder neu aufzunehmen, sich dem unmöglichen Vergleich zu stellen. 
Rufus’ jüngere Schwester hat es gewagt, und mit gutem Gewissen kann sie sagen: «Je ne regrette rien.» Gerade auch, weil sie auf Gassenhauer wie diesen verzichtet und aus den über 200 Piaf-Songs weniger bekannte Perlen ausgewählt hat. Wer den Facettenreichtum von Edith vergessen hat oder denjenigen von Martha noch nicht kennt, kann hier beide auf einmal neu entdecken. Wainwrights Neuinterpretationen leben nicht von klebriger Nostalgie, sondern von kristallisierter Zeitlosigkeit. Leidenschaft, Zärtlichkeit und Verzweiflung gehen Hand in Hand am Seine-Ufer spazieren, das Schicksal macht ein Tänzchen und lässt im nächsten Moment einen Wirbelsturm aufziehen. Martha haucht den unvergleichlichen Chansons 147 cm Leben ein, was in diesem Fall heisst: Sie werden riesengross und können fliegen.   (rg)
 

 
Owen Pallett PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: René Gerber on Montag, 01. März 2010 um 16:54   

 
Heartland
Von Arcade Fire über die Pet Shop Boys bis zum Björk-Remix: Wo auch immer in letzter Zeit innovative Streicherarrangements gefragt waren, legte der Kanadier Owen Pallett Hand an. Sein Soloprojekt ist die Vertonung einer Liebesgeschichte, vom süssen Flirt bis zum bitteren Aus.  Mit Heartland ist ein neuer Planet in der Pop-Galaxie aufgetaucht, bisher unerforschtes Terrain. Eine futuristische queere Oper mit pompöser orchestraler Breite und doch intimer emotionaler Tiefe. Auf den ersten Blick unwegsames Gelände, aber es gibt auch eingängige Melodien zu beobachten, die mit Schalk und Charme im Dickicht aus Militärmarsch-Bläsern und Tango-Streichern spazieren gehen. Hinter jeder Ecke eine neue Klanglandschaft, über allem ein geheimnisvoller Nebel. Und wenn man etwas Geduld hat, huscht sogar der eine oder andere schüchterne Hit vorbei. Die Reise auf den Pallett-Planeten bringt einige Strapazen mit sich, doch ist man erst mal angekommen, möchte man am liebsten für immer bleiben.    

 
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