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Argentinien - Gotteskrieg gegen Homo-Ehe PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cruiser-Redaktion on Mittwoch, 14. Juli 2010 um 12:56   

 

altIm Vorfeld der Abstimmung des argentinischen Senats über die Einführung der Homo-Ehe sind in Buenos Aires zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen. Sie vermuten den «Teufel hinter diesem Projekt».

 

Argentinien wäre das erste Land in Lateinamerika, das die Homo-Ehe gesetzlich erlaubt. Das Abgeordnetenhaus hatte der Reform, die verheirateten gleichgeschlechtlichen Paaren die gleichen Rechte geben soll wie heterosexuellen, bereits Anfang Mai zugestimmt. Im Senat, wo am Mittwoch über die Vorlage entschieden wird, dürfte das Gesetz jedoch auf grösseren Widerstand stossen. Im Vorfeld der Abstimmung haben mehrere christliche Kirchen gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen protestiert. Zu den Protesten hatte die katholische Kirche aufgerufen - in Argentinien sind rund 90 Prozent der Einwohner katholisch.

Der Satan sitzt höchstpersönlich hinter der Gesetzvorlage

Die katholische Kirche nutzte ihre Position, um Druck auf die Abgeordneteten zu machen. Katholische Pfarrer sollten nach Anweisung der Kirchenleitung in Predigten Stimmung gegen die Ehe-Öffnung machen und katholische Schulen riefen zu reger Beteiligung an der Protestkundgebung auf. Auch über das Online- Netzwerk Facebook und den Kurznachrichtendienst Twitter mobilisierten Gegner der Homo-Ehe.

Der Erzbischof der argentinischen Hauptstadt, Jorge Bergoglio, erklärte in einer Botschaft, die an der Demonstration vor der Menge verlesen wurde, eine Ehe zwischen Mann und Frau sei «der einzige natürliche Weg der Nachwuchszeugung». Eine Zustimmung des Senats zur Homo-Ehe würde einen «grossen Rückschritt» bedeuten. Zudem warnte er, dass Satan persönlich das Gesetz verfasst habe. Staatschefin Cristina Kirchner hatte am Montag kritisiert, die Argumente der Kirche gegen gleichberechtigte Homo-Ehen führten zurück in die «Inquisition».

Quelle: 20min (kle/sda)





  

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