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Seit
dem preisgekrönten Film „Milk“ ist San Francisco wieder in aller
Munde. Die nicht mehr ganz so frische und etwas heruntergekommene
Stadt an der Westküste der USA fasziniert immer noch und zieht
jedes Jahr tausende Gays aus aller Welt an. Jetzt ist es noch
bequemer, rüber zu fliegen, denn Swiss fliegt sechsmal von Zürich
Nonstop.
Das
war ja schon immer mal mein Traum: San Francisco im sonnigen
Kalifornien. Was habe ich da schon alles gehört, Gaymekka,
Brutstätte der Hippies, Love & Peace! Spätestens seitdem der
Film Milk von Gus van Sant in die Kinos kam, hat sich Frisco (wie die
Stadt von ihren Einwohnern liebevoll genannt wird) wieder in die
Top-City-Destinationen katapultiert.
Shopping
Frisco
hat allerdings viel mehr zu bieten als das berüchtigte Quartier rund
um die Castro Street (ein Muss!). Denn auch die Market Street,
Chinatown und Unionsquare haben ihren Charme. Hier kann man shoppen
so weit das Auge reicht. Und das Beste vorweg, es ist spottbillig!
Dollar sei Dank! Trashige, äusserst günstige Mode und sonstigen
Plunder gibts in Chinatown. Die Market Street steht eher für die
kommerziellen Ketten wie Abercrombie & Fitch, Adidas oder GAP.
Für ein grösseres Budget ist Unionsquare und Umgebung angesagt,
hier sind die grossen und teuren Labels. Natürlich darf ein Besuch
bei Macy`s und Nordstrom nicht fehlen, denn hier – man glaubt es
kaum – gibts coole Schnäppchen!
Eigentlich
wollte ich doch die berühmte Castro Street sehen und erleben –
nein, nicht, was ihr jetzt denkt. Klar, hier gibt es diverse Saunen,
Sex- und Fitnessclubs, Bars, Spelunken, und ziemlich alle sind sie
hier am Baggern. Man kommt also recht schnell in Kontakt. Neben
unzähligen Bars, Restaurants und Shops findet man hier auch kleine,
echt heisse Designerläden. Mich interessiert vor allem aber das
Leben der Gays hier. Die Menschen, wie sind sie, woher kommen sie?
Seit den 60ern wandern hier Männer sämtlicher Couleur ein und
finden hier ihr Plätzchen. Die Hippies und die freie Liebe gaben
dann den Multikulti-Individualisten den Rest. Da wäre mal der
Deutsche Hans in seinem schmuddeligen Sex Toy Shop, der Brite Lester
mit feinen Tiffanylampen, Raoul, die rassige, spanische
Thekenschlampe oder Piotr, die rüstige, russische Ledertrine, die
nie um einen Spruch verlegen ist. Alle hier wollen ihren Traum leben
von Freiheit und Happiness. Vielen gelingt es, leider nicht allen. An
jeder Ecke zeigt sich auch das andere Frisco. Aussteiger, die die
Kurve nicht gekriegt haben, die durch das soziale Netz gefallen sind.
Und trotz allem sind sie hier, in der Metropole, die schon einige
Erdbeben aller Art hinter sich hat.
Nightlife
Am
Abend trifft sich die ganze Szene im Castroviertel. Und siehe da,
jetzt kommen auch die schönen und geilen Typen aus ihren Löchern.
Und zu meinem Erstaunen sind alle so was von easy und entspannt
drauf! Zum Apéro gehts erst mal in die Lookout Bar (mit schön
grosser Terrasse, herrlich). Hier trifft sich die ganze Welt. Ich
habe selten so einen kunterbunten Haufen Typen gesehen. Nach einer
heissen Stripshow und einigen Bierchen rüber zum Dinner ins 22/23
Restaurant. Sensationelle saisonale Küche und einer der In-Places.
«Sehen und gesehen werden» lautet hier die Devise. Danach war dann
auch schon Clubbing angesagt. Mit meinem Presseausweis, dachte ich,
stünden mir alle Tore offen. Ja denkste...auch ich musste anstehen
und sogar bezahlen, hier hat niemand den Promistatus. Egal, ab auf
den Dancefloor (M4M@underground) und es richtig krachen lassen!
Heisse Beats zu süssen Jungs, wenn das keine geile Mischung ist.
Schon nach wenigen Minuten waren wir nicht mehr allein und hatten
schon ein süsses Früchtchen im «Sandwich». Irgendwann war dann
mein Alkpegel erreicht, und ich musste etwas an die frische Luft.
Nach 2-3 weiteren Clubs (fragt mich bloss nicht, welche) und einigen
Drinks fand ich mich mit einem riesengrossen Kater in meinem Bettchen
wieder. Schnell rüber zu Harvey’s (eigens ein Café für Harvey
Milk) und einen leckeren Latte schlürfen.
Weitere
Sehenswürdigkeiten sind die Fisherman’s Wharf (Cioppino’s
Restaurant), der Muir Park (etwas ausserhalb, die grössten Bäume
der Welt), natürlich die Bay und die Golden Gate Bridge. Nicht zu
vergessen, die Lombardstreet und die spektakuläre Küstenstrasse
Richtung Süden.
Fazit:
Das sind einfach die Dinge im Leben, die man erlebt haben muss! San
Francisco ist und bleibt für viele die Gaymetropole schlechthin.
Neben einer grossen Gayculture und Shopping fasziniert die Stadt auch
durch ihren europäischen Touch, die Bay und die vielen Hills
(Hügel). Gutes Schuhwerk und ein dicker Pullover (Microklima) sind
von Vorteil. Was mich aber am meisten überrascht hat, waren die
freundlichen und sympathischen Bewohner. Tipp: Unbedingt mal nach
Oakland rüber. Jetzt lohnt es sich, in die Staaten zu fliegen, da
der Dollar sehr tief liegt.
weitere
Infos über San Francisco unter: www.glossmagazine.net
www.onlyinsanfrancisco.com www.swiss.com
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