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Ihre jüngsten Worte sind an Bushido
Die Ikone der deutschen Frauenbewegung spricht einmal mehr Klartext.
Im Prinzip spricht sie nicht, sondern schreibt. Ihre jüngsten Worte sind an Bushido gerichtet, welchen man getrost als homophoben wie horizontarmen Skandalrapper bezeichnen darf, der im aktuellen Kinofilm «Zeiten ändern sich» eine schwere Rolle spielt: sich selbst. Alice Schwarzers Reaktion ist eine Antwort auf Bushidos Attacke gegen die Feministin. In einer Talkshow sinnierte der Rapper über ein fiktives Streitgespräch beider.
Unter anderem phantasierte er folgenden Schlusssatz an Frau Schwarzer zusammen: «Ganz ehrlich, fick dich ins Knie, du Fotze». Der hat gesessen. Und die Retourkutsche folgte in Form eines offenen Briefes auf Schwarzers Website der EMMA. Und dieser tut weh: «Bushido, du bist irgendwie zerrissen. Zwischen dieser deutschen, ergebenen Mutter und diesem tunesischen, abwesenden Vater. Der war schwach, aber stark genug, deine Mutter regelmässig zu verprügeln.» Er habe daraus keine Lehren gezogen, so Schwarzer. Auch er verachte die Frauen, und «wir sind für dich nur Fotzen, die man von hinten fickt». Zum Schluss wird Bushido als kleinbürgerlicher Spiesser betitelt, der null Respekt verdiene. Dass Bushido nur provozieren und Werbung für seinen Film machen wollte, ist sonnenklar. Den Gefallen wolle sie ihm nicht tun. Dummerweise zu spät. Trotzdem, Schwarzers Worte machen Sinn und sollten sich angesehene Schauspieler verinnerlichen, welche in Bushidos Film auftreten. So spielen u.a. Moritz Bleibtreu und Hannelore Elsner in dem Machwerk mit. Akteure, denen man ein gewisses Mass an Intelligenz zugetraut hätte. Aber auch die benötigen wohl wieder einen Hit an der Kinokasse. (DD)
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