| Businesslunch in der Goethe Bar |
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| Geschrieben von: Oliver Eschler on Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 12:41 |
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Rivella hats nicht, Eistee nur im Sommer und so bestellen wir eben Komboucha und Mineral und ein Glas Prosecco. Nebst Austern, Foie Gras Variation, Club Sandwich mit Pommes Allumettes und weiterer typischer Hotellobby-Gerichte gibts täglich 3 Mittagsmenüs zur Auswahl: Fisch, Fleisch und Vegi - mit jeweils einem kleinen Menü-Salat für CHF 34.-.
Die Servicemitarbeiter sind überaus freundlich und zuvorkommend. Sie pflegen den Augenkontakt und man fühlt sich willkommen. Dennoch läuft alles diskret, jemand nimmt die Bestellung auf, jemand bringt Salat und wirklich tolles, knackfrisch gebackenes Baguette (Ficelle), jemand Serviert die Getränke und der Chef de Service das Essen. Man hat zu jederzeit alles, man fühlt sich wohl unter den Mitmenschen an den Nachbartischen, die mit ihrer gut gewählten Garderobe ebenfalls zum angenehmen Ambiete beitragen. Das schöne ist das Erhabene - edle Materialien, üppige Schlichtheit, schönes Geschirr, klares, sauberes Glas, nichts das stört. Die Tische sind soweit auseinander, dass man wirklich über alles sprechen kann und sich dennoch nicht alleine fühlt.
Der Menüsalat wird in einer schönen Schale serviert und wohl aus Platzgründen ohne Unterteller direkt auf den kleinen Bartisch gestellt. Er sieht auf den ersten Blick etwas gar fest nach dem üblichen Kantinen-Schnittsalat, wie man ihn auch vom Migros-Restaurant als Menüsalat kennt aus. Doch der Salat besteht im Unterschied dazu aus weit mehr als Eisberg und Rosso, ist frisch geschnitten und in einem leichten French-Dressing angemacht. Ein paar Sprösschen obendrauf oder so hätten die Sache allerdings noch etwas mehr differenziert..
Kaum steht der Salat auf dem Tisch, folgen auch schon die Hauptgänge. Der Service ist auf die kurzen Mittagspausen der Business-Gäste getrimmt, die Küche auf deren dynamisches Äusseres. So wird mein St.Pierre, dessen zarte Haut wundebar kross gebraten ist und der es gerade noch rechtzeitig aus der Pfanne geschafft hat, einfach auf schön grossen, vitalen und prallfarbenen Mitelmeergemüsen serviert, mit ein paar Tröpfchen Olivenöl beträufelt und mit etwas Aceto dekoriert. Teigwaren oder Kartoffeln vermisst man nicht bei diesem leichten, allerdings eher sommerlichen Gericht.
Mein gegenüber bekommt eine üppige Portion kross gebratener Lammkottlets auf Rotkraut mit glasierten Kastanien.Auch dieses Gericht macht sich auf dem schönen Schiller Geschirr prächtig, ist unprätentiös abgeschmeckt und die meisten Fleischstücke sind perfekt a point gebraten, ein dickeres wirkt noch etwas roh.
Viel zu schnell ist der Espresso leer und die Rechnung bezahlt und die nächste Sitzung in einer sicherlich weniger angenehmen Atmosphäre naht. Doch ganz klar ist die Goethe Bar einer der zukünftigen Favoriten für Business-Lunch.
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Wir trafen uns zum Businesslunch in der Goethe Bar des Restaurant Schiller im NZZ Haus. Dort wo einst die Druckmaschinen der anspruchsvollsten Zeitung der Schweiz standen, hat die Londonerin Sue Freeman, welche schon das Suvretta House in St.Moritz auf hochglanz brachte, die Inneneinrichtung besorgt. Wie in einer gediegenen Hotellobby fühlt man sich denn auch, wenn man sich umgeben von lauter wunderschönen Menschen an einen Clubtisch in einen der bequemen Sessel setzt. 
